Deutscher Wachtelhund Forum

Wachtelhunde Forum 18. November 2018, 22:13:25 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.


Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
News:
Unser Wachtelhunde-Forum ist jetzt schon über 8 Jahre aktiv!
Werden auch Sie Mitglied, um sich an Diskussionen zu beteiligen oder Fotos hochzuladen.
 
 
Übersicht Hilfe Suche
Seiten: [1]   Nach unten
Drucken
Autor Thema: totales Desinteresse an Schweißarbeit  (Gelesen 9444 mal)
Wachtelaner
Gast
« am: 11. Mai 2014, 09:10:23 »

Liebe Wachtelleute,

hier wieder mal eine Fragestellung zum Thema Schweißarbeit. Seit der letzten Drückjagdsaison ignoriert  bzw. zeigt meine Wachteline totales Desinteresse für jegliche Schweißarbeit. Das fängt gleich am Anschuss an. Kurz mal daran schnuppern und gut ist. Augen rollen Nicht einmal ein, zwei Meter wird die Fährte gearbeitet. Egal ob Kunst- oder Naturschweiß, ob getupft, getropf oder mit Fährtenschuh. Kurze oder lange Standzeiten. Nach mehrmaligen Ansetzen scharfes Ansprechen. Alles egal. Wenn sie wenigsten ein kurzes Stück Schweißfährte arbeiten würde, wäre mit entsprechender Belohnung am Ende alles wieder förderbar.

Haar- und Federwildschleppen arbeitet sie jedoch vollständig sauber durch.

In Vorbereitung zur letztjährigen EPB und auch während der Prüfung zeigte sie eine ausgesprochen ruhige, sehr sichere und äußerst fährtengenaue Schweißarbeit. Die Prüfer waren geradezu begeistert. Sie kann es eigentlich.

Also kann mir jemand Tipps geben, wie ich die Wachteline wieder zur Schweißfährte bekomme? Hat jemand von euch ähnliches erlebt? Wenn sie erstmal wieder die Schweißfährte annimmt, weiß ich selber weiter. Die üblichen Belohnung, Möglichkeiten der positiven Erfahrung auf und am Ende der Schweißfährte sind mir bekannt. Doch zur Zeit ist selbst der Anschuss völlig uninteressant.

Beste Grüße Wachtelaner
Gespeichert
stonepony
Forum-Jäger
Rudelmitglied
*****
Offline Offline

Beiträge: 590



« Antworten #1 am: 11. Mai 2014, 10:30:06 »

Ist bei der letzten Nachsuche irgendwas passiert, was sie verknüpft haben könnte?

Gespeichert
nimrod
Forum-Jäger
Jagdhund
****
Offline Offline

Beiträge: 106


« Antworten #2 am: 11. Mai 2014, 12:11:45 »

Oder auch bei der Drückjagd? Was nimmst du für Schweiß, SW oder RW? Wenn du bisher nur Schweiß oder Schalen von der Sau hattest, versuche es mal mit Rotwild. Möglicherweise hat sie bei der DJ mal eine unangenehme Erfahrung mit einer Sau gemacht und verknüpft das jetzt negativ.
Um das herauszufinden hilft eventuell auch mal ein Gang ins SW-Gatter um zu sehen, wie sie sich da  verhält.
Gespeichert
Wachtelaner
Gast
« Antworten #3 am: 11. Mai 2014, 13:54:16 »

Seit dem vergangenen Herbst/Winter hatte ich zwei Totsuchen mit ihr - je eine auf Reh- und Schwarzwild, welche sie tadellos ausgearbeitet hat. Beide Totsuchen waren unter 50 Meter Strecke. Sonst gab es in dieser Hinsicht nichts zu tun. Daher hatte ich nach der Drückjagdsaison angedacht, 2-mal im Monat sie Übungsfährten arbeiten zu lassen um das Niveau zu halten. Doch seitdem ist die Situation wie zuvor beschrieben.

Ist bei der letzten Nachsuche irgendwas passiert, was sie verknüpft haben könnte?


Gespeichert
Wachtelaner
Gast
« Antworten #4 am: 11. Mai 2014, 14:09:17 »

Bei den Übungsfährten habe ich Sauen, Dam- und Rehwildschweiß, sowie Sau- und Damwildschalen verwendet. Bei der EPB hat sie Rotwildschweiß gearbeitet. Bei den Drückjagden ist mir nichts negatives hinsichtlich Arbeiten an Sauen aufgefallen bzw. von anderen Treibern/Schützen berichtet worden. Sie kam auch immer ohne jegliche Kratzer bzw. Ledierungen zurück. Während der Junghundausbildung war ich mit ihr mehrfach im Schwarzwildgatter. Sie zeigte im Gatter wie auf Drückjagden sehr gute Sauschärfe ohne dabei überscharf zu sein. Frischlinge bis ca. 20-25 Kilo Lebendgewicht bindet sie am Platz- hält diese an der Keule fest. Ab stärkeren Frischlingen bzw. Überläufern (>30 kg) hält sie respektvollen Abstand, macht aber trotzdem unablässig richtig Druck.

Oder auch bei der Drückjagd? Was nimmst du für Schweiß, SW oder RW? Wenn du bisher nur Schweiß oder Schalen von der Sau hattest, versuche es mal mit Rotwild. Möglicherweise hat sie bei der DJ mal eine unangenehme Erfahrung mit einer Sau gemacht und verknüpft das jetzt negativ.
Um das herauszufinden hilft eventuell auch mal ein Gang ins SW-Gatter um zu sehen, wie sie sich da  verhält.
Gespeichert
klette
Forum-Jäger
Junghund
**
Offline Offline

Beiträge: 28


« Antworten #5 am: 11. Mai 2014, 20:11:59 »

Bist immer Du der Fährtenleger? Evtl. mal einen anderen bitten, sie erkennt vielleicht, dass Du nur mal wieder eine Übung machen willst und arbeitet nicht.

Konservierter Schweiß? Es soll wohl so sein (hab ich gelesen), dass gefrorener/aufgetauter Schweiß eine andere Witterung hinterläßt und Dein Hund den Unterschied erkennt und arbeitet nicht.

Ideal wäre ein Test auf einer Naturfährte mit einem zweiten Hund als Backup.
Gespeichert
nimrod
Forum-Jäger
Jagdhund
****
Offline Offline

Beiträge: 106


« Antworten #6 am: 12. Mai 2014, 06:12:09 »

Der Gedanke kam mir heute Nacht auch. Arbeite doch einfach mal eine Naturfährte. Vielleicht hat die Kleine einfach keine Lust auf Übungsfährte. Die Hunde sind doch nicht doof, die können das doch genau unterscheiden. Mein HS läuft Übungsfährten auch nur nach mehrmaliger freundlichster und inständigster Bitte, das aber auch sehr lustlos.
Gespeichert
wachteline1981
Gastgeber
Administrator
Leithund
*****
Offline Offline

Beiträge: 5376


dogz4ever


WWW
« Antworten #7 am: 12. Mai 2014, 10:03:04 »

Irgendwoher klingt mir noch der Satz im Ohr "Schweissarbeit ist Fleissarbeit" und es ist sicher auch eine Sache des Gehorsams, dass der Hund die Fährte arbeitet, die ich ihm zeige.

Da wir letztes Jahr auf der EPB ein ähnliches Problem hatten mit "Null Bock auf Schweiss", bin ich mittlerweile zu der Erkenntnis gekommen, dass ich da wohl einige Fehler gemacht habe. Über Winter war Pause mit Schweissfährten, jetzt werden wir ganz klein wieder anfangen: grundsätzlich Kunstschweiss, erst nur kurze Strecke, wenn es sein muss mit Wurststücken auf der Fährte, und da ein hungriger Hund eine grössere Motivation hat, wird die gefüllte Futterschüssel am Ende stehen. Wenn sie ihr Futter nicht findet, hat sie Pech gehabt. Ich bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis die Fährten wieder mit Elan gearbeitet werden.

Bei allem Verständnis für den Hund, warum er etwas macht oder nicht macht, bin ich trotzdem der Meinung, dass man die erwartete Leistung einfordern sollte.
Gespeichert

Deutsche Wachtelhunde - vom Jäger - für den Jäger - www.hopfenhof.eu - Wachtelhundezucht seit über 25 Jahren
hypsilon
Hexenmeister
Forum Moderator
Leithund
****
Offline Offline

Beiträge: 9223


DWS>S Eros v. Thurewang 05-307, 2200,Vbr,Btr,SwII;


« Antworten #8 am: 13. Mai 2014, 07:47:28 »



Bei allem Verständnis für den Hund, warum er etwas macht oder nicht macht, bin ich trotzdem der Meinung, dass man die erwartete Leistung einfordern sollte.

 Grinsend Sehr schön ausgedrückt...
Gespeichert

Wenn die Wurscht su dick wäi`s Broud is dann is wurscht wäi dick dass` Broud is! (Alte Oberpfälzer Bauernregel...:-))
Blauwachtel
Forum-Jäger
Leithund
******
Offline Offline

Beiträge: 1412


DWS >S Hummel von Dreiannen


« Antworten #9 am: 13. Mai 2014, 09:25:53 »

.... und Hunger hat der Hund erst nach 4 Tagen ohne ... 
Gespeichert
Wachtelaner
Gast
« Antworten #10 am: 13. Mai 2014, 17:55:30 »

.... und Hunger hat der Hund erst nach 4 Tagen ohne ...  

Bis jetzt hatte ich sie 2 Tage vor den Übungsfährten zuletzt gefüttert.  Augen rollen
« Letzte Änderung: 13. Mai 2014, 18:07:19 von Wachtelaner » Gespeichert
Wachtelaner
Gast
« Antworten #11 am: 13. Mai 2014, 18:06:18 »

Irgendwoher klingt mir noch der Satz im Ohr "Schweissarbeit ist Fleissarbeit" und es ist sicher auch eine Sache des Gehorsams, dass der Hund die Fährte arbeitet, die ich ihm zeige.

Da wir letztes Jahr auf der EPB ein ähnliches Problem hatten mit "Null Bock auf Schweiss", bin ich mittlerweile zu der Erkenntnis gekommen, dass ich da wohl einige Fehler gemacht habe. Über Winter war Pause mit Schweissfährten, jetzt werden wir ganz klein wieder anfangen: grundsätzlich Kunstschweiss, erst nur kurze Strecke, wenn es sein muss mit Wurststücken auf der Fährte, und da ein hungriger Hund eine grössere Motivation hat, wird die gefüllte Futterschüssel am Ende stehen. Wenn sie ihr Futter nicht findet, hat sie Pech gehabt. Ich bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis die Fährten wieder mit Elan gearbeitet werden.

Bei allem Verständnis für den Hund, warum er etwas macht oder nicht macht, bin ich trotzdem der Meinung, dass man die erwartete Leistung einfordern sollte.

Das war/ist auch meine bisherige Schlussfolgerung. Wieder mit kurzen Standzeiten und Fährtenlängen mit Kunstschweiß arbeiten. Den Fährtengehorsam festigen. Nach und nach Länge und Standzeiten ausweiten. Ein, zwei Übungsfährten vor der Prüfung auf Naturschweiß umstellen und am Ende mal eine besondere Überraschung (Wäschbar, Mink,...) 
Gespeichert
Blauwachtel
Forum-Jäger
Leithund
******
Offline Offline

Beiträge: 1412


DWS >S Hummel von Dreiannen


« Antworten #12 am: 14. Mai 2014, 10:49:58 »

Wenn du wieder so weit bist, das du hinten ankommst, kannst du alternativ zu Futter hinten auch einen Käfig mit Kaninchen, Tauben oder ähnlichem hinstellen über die er sich dann aufregen kann. Auf die Weise hab ich mal bei einem hartnäckigem Fall einen Motivationsschub hinbekommen.
Gespeichert
Wachtelaner
Gast
« Antworten #13 am: 19. August 2014, 20:49:06 »

So liebe Wachtelführer/innen,

der Termin für die EPB steht Ende September und seit einigen Wochen stehen wieder regelmäßig Übungsschweißfährten an. Und was soll ich sagen, es läuft wieder alles so wie im letzten Jahr Zunge.  thumpup
Meine Wachteline arbeitet nun wieder sehr ruhig und konzentriert die Übungsfährten. Standzeiten liegen schon über die Nacht und 400 m Strecke sind auch drin. Sie lässt sich zwar noch ab und zu durch frisch benutzte Wechsel etwas verleiten, aber dafür bin ich dann ja da, um sie wieder auf die richtige Spur zu bringen.
Durch die Teilnahme an eine sich privat zusammen gefundene Hundeführergruppe führen wir einmal wöchentlich in verschiedenen Revieren verschiedenste Übungen (Haarwild- und Flugwildschleppen, Schweißfährten, etc.) mit den Hunden durch. Dadurch haben die Hunde immer viel Abwechslung - es  wird also nie langweilig. Jeder tritt mal ein paar Fährten oder bringt Wild für die Schlepparbeit mit. Schussruhe und -festigkeit lassen sich in der Gruppe ebenfalls besser üben als alleine.

Beste Grüße
Wachtelaner
« Letzte Änderung: 14. September 2014, 06:41:12 von Wachtelaner » Gespeichert
Logiophob
Forum_jäger
Rudelmitglied
*****
Offline Offline

Beiträge: 640


12-207 Räuber vom Steinacker JP'(87P./3.Pr)


« Antworten #14 am: 20. August 2014, 08:52:21 »

Das klingt doch super! thumpup
Wir sind am ersten September WE dran.

Ich prüfe bei meinem Hund aber nicht ob der schussfest ist. Weder mit noch ohne Weste Zunge
Gespeichert
Seiten: [1]   Nach oben
Drucken
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.21 | SMF © 2011, Simple Machines